Nach Pickelhaube und Uniform - ist der Präser-Zerstäuber die neue Norm! Unsere charmanten Nachbarn von der anderen Rheinseite sprühen vor kreativen Ideen - umhüllt von ihrer unerschütterlichen "Deutschen Qualität". Diesem Ruf stets gerecht, will Jan Vinzenz Krause, Mitglied des Institute for Condom Consultancy, nun die Anti-Ansteckungs-Garderobe anders (auf)tragen und der Latexindustrie ordentlich Gummi geben.
Kunststoff macht dem Dunst Platz: das SprayKondom, exklusive und patentierte Erfindung, wird in geraumer Zeit den Schlafzimmermarkt auf den Kopf stellen. Im Frühjahr 2008 wird das Pschhhhht-Kondom zuerst auf den deutschen Alkoven-Markt drängen. Schluss also mit faulen Ausreden à la "Dickhäuter-Rüssel" oder "phallische Erstickungsgefahr", um nicht zu ver(t)hüten!
In einem Blog-Interview verspricht Krause, dass sich sein prophylaktisches Spray "der Form des Gliedes perfekt anpasst" und "wunderbare Sensationen" hervorruft. Technisch gesehen sind die Anforderungen allerdings strikt und richten sich nicht unbedingt an Genital-Klaustrophobiker: "es genügt, sein erigiertes Glied in ein Rohrsystem in Form einer Dose einzuführen", erklärt sein Erfinder, "bevor man auf einen Knopf drückt, der eine hauchdünne Schicht Latex gleichmäßig auf den gesamten Penis aufsprüht".
Für die Ausrüstung - in « rot, gelb, grün oder transparent » - muss man zwischen 20 und 30 Euro für die "Bombe" einerseits und die Latex"patrone" andererseits berappen. Ob schrill oder explosiv: der farbenfreudige Penis muss gut 20 Sekunden - die Zeit der Trocknung - ausharren, um endlich startbereit zu sein. Leidens(ch)aft!
(Foto: ajeept/flickr)
Libido = null. In Anbetracht des allumfassenden Porno und der Diktatur des großen O, entscheidet so manch einer betttechnisch die Bettdecke lieber über den Kopf zu ziehen. Auch wenn Youporn und andere Prediger anrüchiger Unanständigkeiten uns vom Gegenteil zu überzeugen versuchen: die Lust ist manchmal im Streik. Panne? Abstinenz ?
Hat nicht irgendwer einmal gesagt, dass man studieren und unabhängig werden soll? Dass man auch mal "Nein" sagen kann? Und all das, um sich jetzt in Konkurrenz mit Großstadtzofen zu befinden. Warum zum Himmel sind SIE es aber, die systematisch die Nächte des männlichen Geschlechts beherrschen? Man findet sie plakatiert an Bushaltestellen, ihren Schmollmund zu einem O geformt, auf schwindelerregend hohen Stöckelschuhen und im Pantherlook durch die Gegend stolzierend. "Miss Billig" scheint alle Trümpfe in der Hand zu halten: Allzeit bereit, allzeit zur Stelle.
"Können Sextoys Frauen gegenüber dem Penis desensibilisieren?" Auf der Homepage des amerikanischen Magazins Esquire hat ein männlicher Leser in einem Anfall von Panik diese metaphysische Frage in den Raum gestellt.
Sex sells. Die lebensbejahende Tania Dervaux, ihres Zeichens Vertreterin der belgischen Protestpartei 'NEE' (Nein) macht im Vorfeld der belgischen Senatswahlen am 10. Juni mit einem Wahlversprechen der besonderen Art von sich reden. Sie verspricht bedürftigen Belgiern 40 000 Jobs - Blowjobs.